Unsere Vitas
Sich
selbst
immer
wieder
Fragen
zu
stellen
über
den
eigenen
Weg,
die
eigene
Haltung
und
die
eigene
Vision
ist
zu
einer
Lebensaufgabe
geworden.
Dieses
fragende
Unterwegssein
habe
ich
von
meinen
Lehrern
gelernt.
Es
richtet
den
Blick
sowohl
auf
das
große
Ganze
als
auch
auf
den
ganz
persönlichen
Pfad, der doch auch immer mit allem verwoben ist.
Wenn
ich
mir
die
Frage
stelle,
warum
mache
ich
diese
Arbeit,
und
was
möchte
ich
damit
bewirken,
dann
komme
ich
auf
diese
Antwort:
Wir
Menschen
leben
gerade
in
Strukturen,
die
unserer
Natur
kaum
noch
entsprechen.
Viele
von
uns
fühlen
sich
entfremdet.
Von
sich
selbst,
voneinander
und
von
der
Erde.
Gleichzeitig
machen
wir
die
Erde
zu
einem
Gratis-Supermarkt
und
einer
Müllkippe.
Gier,
Maßlosigkeit,
Machtstreben
und
Gleichgültigkeit
lassen
uns
vergessen,
dass
wir
auf
genau
dem
Ast
sitzen,
den
wir
absägen.
Auch
Themen
wie
Sexualität
und
Ökologie
zeigen,
wie
sehr
unser
Denken
von
Kontrolle
und
Dominanz
geprägt
sein
kann
–
statt
von Achtsamkeit, Respekt und Verbundenheit.
Man
könnte
angesichts
dieser
Entwicklungen
resignieren
und
denken,
dass
der
Einzelne
ohnehin
nichts
verändern
kann.
Doch
das
ist
nicht
der
Weg
eines
Scouts.
Ein
Scout
übernimmt
Verantwortung
für
seine
Gemeinschaft.
Und
mit
Gemeinschaft
ist
alles
Leben
und
die
Erde
selbst
gemeint.
Dabei
zählt
jeder
kleine
Schritt:
das
Aufheben
eines
Stücks
Müll
bei
einem
Spaziergang,
ein
Lächeln
für
einen
fremden
Menschen,
ein
bewusster
Moment
der
Dankbarkeit
für
ein
Essen
usw.
Wie
es
Tom
Brown
Jr.
formulierte:
„Alles
und
jeder
hinterlässt
eine
Spur.“
Die Frage ist: Welche Spur möchte ich hinterlassen?
Es
beginnt
alles
mit
einer
ehrlichen
Selbstreflexion:
Was
will
ich
wirklich
in
meinem
Leben?
Warum
bin
ich
hier?
Es
geht
dabei
nicht
um
das
eigene
Ego,
sondern
darum,
wie
ich
mich
sinnvoll
in
diese
Welt
einbringen
kann.
Jeder
Mensch
trägt
eine
besondere
Gabe
in
sich,
eine
„Medizin“,
wie
es
in
manchen
Traditionen
heißt.
Diese
Gabe
zeigt
sich
in
dem,
was
uns
Freude
bereitet,
was
uns
nährt
und
lebendig
macht.
Wenn
wir
sie
teilen,
wird
nicht
nur
unser
eigenes
Leben
erfüllter,
sondern
wir
geben
auch
etwas
Wesentliches
zurück.
Doch
um
diese
Gabe
zu
erkennen, brauchen wir Verbindung.
Wir
haben
uns
weitgehend
von
der
Art
zu
leben
entfernt,
die
uns
ursprünglich
geprägt
hat.
Um
Sinn
und
Berufung
wiederzuentdecken,
müssen
wir
uns
wieder
stärker
mit
der
Erde
verbinden.
Wo
könnte
das
unmittelbarer
geschehen
als
draußen,
im
Schoß
von
Mutter
Natur?
Dazu
braucht
es
oft
weniger,
als
wir
denken.
Ein
stiller
Moment
an
einem
Baum.
Ein
Spaziergang
ohne
Ablenkung.
Das
bewusste
Lauschen
in
die
Landschaft.
Wenn
das
gedankliche
Dauerrauschen
leiser
wird,
entsteht
Raum
für
Klarheit,
für
Antworten,
für
innere
Ausrichtung.
Die
Natur
trägt
und
versorgt
uns.
Wenn
wir
uns
ihr
wieder öffnen, können wir lernen, zuzuhören.
Dafür
ist
es
hilfreich
wieder
einheimisch
zu
werden
und
den
einengenden
Mantel
gesellschaftlicher
Prägung
abzulegen.
Es
braucht
andere
Sichtweisen
auf
eine
Welt,
die
voller
Ablenkungen
ist.
Ge-
meinschaft,
Verbindung,
Liebe,
das
bewusste
würdigen
des
weiblichen
und
damit
auch
von
Mutter
Erde,
sind
wesentliche
Kräfte,
um
ein
neues
Denken
zu
fördern.
All
dies
kann
aber
nicht
nur
auf
physischer
Ebene
geschehen,
sondern
braucht
auch
auf
der
spirituellen
Ebene
einen
Wandel.
Unsere
eigenen
Wurzeln
wiederzuentdecken
und
uns
der
alten
Pfade
unserer
indigenen
Identität
bewusst
zu
werden
hilft
uns
dabei.
Es
geht
um
ein
liebevolles
Verhältnis
zu
unserer
ganzen
Mitwelt,
zur
Erde.
Wir
schützen
und
respektieren
nur,
was
wir
lieben.
Wir
sollten
uns
selbst
wieder
als
ganzheitlichen
Teil
der
Natur erfahren.